Das macht die Liebe zum Gefährlichsten, was ich mir vorstellen kann. Weil sie bedingungslos ist.

Constanze zu Paul

Cover: Die Richtung, die wir gehen

Die Richtung, die wir gehen

Roman · Toby Schäpsmeier
30. August 2026

Roman

2025–2026

Erscheint am
30. August 2026

400 S.

Die Richtung, die wir gehen

Vertrauen entsteht nicht durch Systeme. Sondern trotz Systemen.

Paul spürt es, bevor er es denken kann: das Ziehen im Bauch, wenn sein Vater vom Podest spricht. Das Kribbeln, wenn Sophia ihn ansieht. Die Übelkeit, wenn die Lastwagen kommen.

Deutschland, zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch. Die einen tragen Runen, die anderen Fahnen, und beide versprechen dasselbe: Du gehörst dazu, wenn du dich fügst. Zwischen ihnen sucht ein Junge im Allgäu nach etwas, das keinen Namen hat – und lernt, dass man Menschen nicht an ihren Zeichen erkennt. Sondern daran, wer bleibt, wenn es bitterernst wird.

Ein Roman über den Moment, in dem etwas kippt – und aus einem Gefühl eine Richtung wird.

Kapitel eins

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Worte an Sonntagen sind handgeschriebene Sätze, Gedanken und Positionen. Handgeschrieben auf 240 g Büttenpapier.
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Roman

2026–

In Arbeit
Unveröffentlicht

Wenn ich sie find' brauch ich kein dann

Haben wir je einen Menschen geliebt? Oder nur die Dinge in uns, an die uns der Mensch erinnert?

Ich wache in einer Kapsel auf. Mein ganzes Leben – meine tote Frau Ruth, das Altersheim, die grauen Wände, der Ziegenbock, den ich so sehr mochte – war eine Simulation. Eine Erfahrung, die jeder Mensch durchlaufen muss, bevor er in die echte Welt entlassen wird.

Die echte Welt findet unter jahrhundertealten Bäumen statt, mit Häusern, die sich an die großen Stämme anschmiegen. Den Menschen hier gehört nichts. Sie leben, ohne einen Gedanken an die Zukunft zu verschwenden, und haben keine Angst vor dem Tod. Liebe gilt als altmodisch und ich lese es in ihren Gesichtern, wenn ich von Ruth spreche. Liebe mache den Menschen unfrei, sie schaffe Sehnsucht und Angst.

Ich lerne Mora kennen. Und zum ersten Mal träume ich nachts nicht mehr von meiner toten Frau.

Roman

2027–

In Arbeit
Unveröffentlicht

Die Temperatur von Dingen

Svea fällt das Gurkenglas mit einem Bersten auf den Boden. Sie bleibt nicht mal stehen.
I don't even care anymore, geht ihr durch den Kopf.
Sebi ist so ein Arschloch.

Yvonne denkt erst, sie ist im Himmel, aber es ist doch nur die Deckenbeleuchtung im Krankenzimmer. Das Gesicht von dem jungen Mann ist so aufgeregt. Warum ist er so aufgeregt. Es war rutschig und da sind sie gestürzt im Supermarkt, sagt der Arzt zu ihr. Auf seinem Namensschild steht Dr. Sebastian Kettler.

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Toby Schäpsmeier

Toby Schäpsmeier

Stuttgart

Ich bin Toby. Eigentlich sage ich immer einige Sätze zu viel, bin der, der immer Sprichwörter durcheinander bringt und sich schwer tut, die Dinge beim Namen zu nennen. Und doch habe ich dieses Buch geschrieben, was nichts davon tut. Wörter sind immer nur ein Anlauf, den Dingen Namen zu geben und bleiben immer ein Versuch.

Mein Debütroman ist so entstanden, wie fast alle Kunst entsteht, von der niemand redet: nach Feierabend, neben dem Hauptjob und ohne dass jemand sie bestellt hat.

Ich denke, man muss die Dinge trotzdem tun.