Schreiben ist

Romane über das menschliche Scheitern — und dem, was danach bleibt.

Roman

2025

In Arbeit
Unveröffentlicht

335 S.

Die Richtung, die wir gehen

Deutschland, 2044. Die alten Systeme sind zerbrochen. Wasser ist rationiert, die Regierung Geschichte. An ihre Stelle trat KERN – eine radikale Ordnungsmacht, die mit Angst, Kontrolle und Waffen regiert. Inmitten dieser neuen Welt wächst Paul Meran auf. Er ist alt genug, um zu spüren, dass die Enge nicht nur draußen herrscht, sondern auch in ihm. Wut auf seinen traumatisierten Vater, auf das Schweigen seiner Mutter, auf ein System, das keinen Raum lässt.

Als er auf ALIGN stößt – eine Gemeinschaft, die sich KERN entziehen will –, scheint sich erstmals eine Alternative zu eröffnen. ALIGN spricht von innerem Wachstum, von Verantwortung und Freiheit. Doch Paul erkennt bald: Auch diese Bewegung verlangt Loyalität. Auch hier entstehen Hierarchien, Abhängigkeiten, blinde Flecken. Zwischen staatlicher Gewalt und moralischem Idealismus sucht Paul einen dritten Weg – und muss erfahren, wie schwer es ist, Mensch zu bleiben, wenn jede Richtung Macht bedeutet.

Ein Roman über innere und äußere Umbrüche, über Ideale und ihre Schattenseiten. Über die Frage, ob eine Gemeinschaft entstehen kann, ohne selbst zu einem System zu werden. Und über den Mut, eine eigene Haltung zu finden, selbst wenn man allein mit ihr ist.

Roman

2026

In Arbeit
Unveröffentlicht

Simulation

Ich wache in einer Kapsel auf. Mein ganzes Leben – meine tote Frau Ruth, das Altersheim, die grauen Wände, der Ziegenbock, den ich so sehr mochte – war eine Simulation. Eine Erfahrung, die jeder Mensch durchlaufen muss, bevor er in die echte Welt entlassen wird.

Die echte Welt findet unter jahrhundertealten Bäumen statt, mit Häusern, die sich an die großen Stämme anschmiegen. Den Menschen hier gehört nichts. Sie leben, ohne einen Gedanken an die Zukunft zu verschwenden, und haben keine Angst vor dem Tod. Nur eine Regel gilt hier: Du darfst keinen anderen Menschen romantisch lieben. Liebe macht den Menschen unfrei, sagen die Menschen. Weil sie Sehnsucht schafft und Angst. Das Myzel, das unter den Bäumen wuchert, spürt jeden Verstoß und trägt es durch den ganzen Wald.

Ich lerne Mora kennen. Und zum ersten Mal seit Ruths Tod träume ich nachts nicht mehr von meiner toten Frau. Was dann passiert, werden wir nicht aufhalten können. Und es wird einen Preis haben, den nur einer von uns beiden bezahlen wird.

Das Gefühl

„Diese Romane sind ein Fieberglas. Sie schauen an Stellen, die unentdeckt bleiben, auf Sätze, die nur auf den ersten Blick eindeutig sind — und berühren Menschen, die sonst alleine gelassen werden."

Der Autor bewegt sich nah an seinen Figuren. Jede Regung wird erfasst. Es gibt keine Helden oder Auflösungen — nur Menschen in Situationen, die zu groß für sie sind. Die Art, wie sie damit umgehen, offenbart alles.

Leser beschreiben den Stil als stark visuell und filmisch. Als hätte man vergessen, dass Bücher eigentlich so geschrieben sein sollten.

Toby Schäpsmeier

Jahrgang 1997
Stuttgart

Toby interessiert sich für Literatur, die innere Konflikte sichtbar macht und sich nicht dem Druck beugt, diese sofort auflösen zu müssen. Ihn interessiert immer wieder die Frage, was von Menschen übrig bleibt, wenn alles Offensichtliche wegfällt. Und was Menschen tun, wenn sie an Grenzen stehen.